Unsere nächsten Termine

Unsere nächsten Termine
Ein erster vogelkundlicher Spaziergang führt am Sonntag, 19.Februar auf der Insel Fehmarn an den Wulfener Hals, um Wintervögel am Burger Binnensee und an der Ostseeküste zu beobachten.
Treffpunkt 10 Uhr Großenbrode, Aral Tankstelle N 54.38241 , E 11.09451
 
Für den Sonnabend, 4. März ist ein neuer Arbeitseinsatz auf der Möweninsel im Sibbersdorfer See geplant. Bei geeigneter Witterungslage soll die Vorjahresvegetation als Bedingung für eine erneute Ansiedlung der Wasservögel gemäht werden. Das Eutiner Technische Hilfswerk wird wieder für das Übersetzen Verantwortung übernehmen, sowie Familie Bähnke für einen abschließenden Imbiss. Einblick in die Arbeit der VSG erlaubt der Klick auf    http://www.vogelschutzeutin-badmalente.de/projekte
Treffpunkt 10 Uhr Sibbersdorf, Im Felde (Badestelle)       N 54.15979 , E 10.65030
Weiterlesen

Vogelkunde - Vogelnamen - Weißstorch, Brandgans, Rauchschwalbe, Lachmöwe und Co. ( 2 )

Vogelkunde - Vogelnamen - Weißstorch, Brandgans, Rauchschwalbe, Lachmöwe und Co. ( 2 )

Wie selbstverständlich erwarten wir, dass jemand, der sich für unsere Vögel interessiert, etwas Charakteristisches über deren Namen finden möchte. In vielen Fällen sind diese einerseits einleuchtend und verständlich, andererseits "fragwürdig".

Es gibt aber renommierte Ausnahmen : Unser Weißstorch zum Beispiel gehört zu den Vogelarten, deren Name sich nicht aus beschreibenden Worten herleiten lässt, sondern - soweit die deutsche Sprache zurückzuverfolgen ist - stets der weiße Storch war. Das ändert sich auch nicht, wenn bei uns heute Ausdrücke wie Haus- oder Klapperstorch vorherrschen sollten. In der Literatur findet man den oft auch gebräuchlichen Namen "Adebar". Besondere Bezeichnungen waren in einzelnen, landschaftlichen Räumen gebräuchlich, wie der plattdeutsche Ausdruck "Ottebar" in Ostholstein; im Stapelholmer Raum hieß der Weißstorch "Hoierboier", und im Storchendorf Bergenhusen hat ein Landgasthof diesen Namen übernommen. Auf Föhr und Amrum ist "Aarebaare" überliefert.

Weiterlesen

Vogelkunde - Vogelnamen - Alpenstrandläufer, Baßtölpel, Eisvogel und Co.

Vogelkunde - Vogelnamen - Alpenstrandläufer, Baßtölpel, Eisvogel und Co.

Manche Namen in der Tierwelt erscheinen uns von der Wortbedeutung her unsinnig und daher schwer verständlich. Oft sind es in der Vogelwelt Anpassungen an Rufe oder Gesänge, aber auch an Bezeichnungen von Nachbarländern, und sie haben dabei oft auch ihre spaßigen Seiten.

An der Westküste Schleswig-Holsteins ist der Alpenstrandläufer in wechselnder Zahl ein Sommergast und als Durchzügler in kaum übersehbarer Menge zu beobachten. Wie sein Name fälschlicherweise ausweist, kommt er aber überhaupt nicht in den Alpen vor. Der schwedische Arzt und smaländische Naturforscher Carl von Linne ( 1707 - 1778 ) schaffte in seiner "Systema Naturae" die Grundlage der heutigen biologischen Systematik und damit die seitdem geltenden wissenschaftlichen Tiernamen. Es finden sich insgesamt 252 Vogelarten in seiner Checkliste. Seine Beschreibung des Alpenstrandläufers bezog sich auf das auf seinen Reisen beobachtete Vorkommen in Lappland, nämlich den "lappländischen Alpen", die zu Teilen Brutheimat dieses Vogels ist. Als Strandläufer bezeichnet man Wat(t)vögel, die keine Schwimmhäute besitzen.

Weiterlesen

Vogelkunde - Rote Listen und ihre Bedeutung für die Vogelwelt

Vogelkunde - Rote Listen und ihre Bedeutung für die Vogelwelt

Sie sind ein bewährtes Instrument, um die Situation und Gefährdung von Tier- und Planzenarten zu beschreiben. Die erste Rote Liste über gefährdete und seltene Vogelarten sowie deren Lebensräume erschien für Schleswig-Holstein bereits 1976. Seitdem haben sich die Roten Listen zu einer wesentlichen Bewertungsgrundlage für die Naturschutzarbeit im Lande entwickelt.

Weiterlesen

Vogelkunde - Was zum Kuckuck heißt eigentlich "was zum Geier" ?

Vogelkunde - Was zum Kuckuck heißt eigentlich "was zum Geier" ?

Als der Schreiberling eine Tablette gegen seine Rückenbeschwerden einnahm, wandte er seinen Blick auf die Packung und den Beipackzettel - Diclofenac sei ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Arzneimittel.

Und dann erinnerte er sich an einen Pressebeitrag, der die "Geierkrise" in den neunziger Jahren in Asien beschrieb. Innerhalb von gut zehn Jahren starben in Indien über neunzig Prozent der dort zu Hunderttausenden beheimateten Bengal-, Langschnabel- und Dünnschnabelgeier. Es dauerte nicht lange, bis indische und auch englische Biologen die Ursache herausgefunden hatten : Die Vögel hatten sich mit Diclofenac vergiftet, einem dort ausgesprochen preiswürdigen Medikament, mit dem in Indien die heiligen Kühe gegen Gicht behandelt wurden. Die Rinder werden wegen einer - aus unserer Sicht irrationalen Ideologie - bekanntlich nicht geschlachtet, aber ihre Kadaver auf sogenannten Bestattungstürmen den Geiern zum Fraß "offeriert" - ähnlich dem ehemaligen Bestattungsritus der Parsen im Iran.

Weiterlesen