Mai/Juni 2018: Brutbericht über die Möweninsel im Sibbersdorfer See

Die einen halben Hektar messende Insel zeigte bereits zur Zeit der jährlichen Pflegemaßnahme im Frühjahr 2018 erhebliche Uferabbrüche, die auf winterliche Hochwasser- und Eisgang-Einflüsse zurückzuführen sind. Dessen ungeachtet konnte die Vogelwelt in diesem Jahr witterungsbedingt erst nach dem 24. März die Insel "beziehen". ZUM BERICHT

Vogelkunde - Auch das Betteln will gelernt sein

Vogelkunde - Auch das Betteln will gelernt sein

Menschenbabys weinen - oft sehr nachhaltig - wenn sie Hunger oder Durst verspüren. Vogelkinder rufen auch laut und kräftig, gleichfalls unfähig, sich selbst zu ernähren. Beide verbindet : Die akustische Aufforderung erfolgt, ohne Tränen zu vergießen .....

Junge Vögel haben bei Hunger keine andere Chance, als den Altvögeln durch Bettellaute und das Sperren - das "provokante" und fordernde Öffnen der Schnäbel - zu verstehen zu geben, dass diese gefälligst ihren Schnabel füllen sollen. Viele Vogelarten haben diesbezüglich ganz besondere Rufe entwickelt; außerdem sperren sie ihre meist farbigen Schnäbel weit auf. Dies löst bei den Eltern einen Fütterungstrieb aus, und diese versorgen ihren Nachwuchs in der Regel sehr engagiert und nachhaltig.

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Vogelkunde - "... ich habe einen Vogel gefunden!" Was tun? Fragen Sie den Fachmann!

Vogelkunde -  "... ich habe einen Vogel gefunden!" Was tun? Fragen Sie den Fachmann!

Wenn man einen eventuell verletzten oder sich anderweitig auffällig zeigenden Vogel vor sich sitzen oder liegen hat, sei es passiv nach einer Kollision mit einem Fahrzeug oder aktiv durch einen Scheibenanflug lädiert, sollte man umgehend fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Tierärzte mit ihren speziellen Kenntnissen wären so eine Anlaufstation, die in der Regel Vögel aus der Natur kostenfrei behandeln werden.

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Vogelkunde - Der Verlust an Genen - Ursache des Artensterbens?

Vogelkunde - Der Verlust an Genen - Ursache des Artensterbens?

1859 erschien Charles Darwins Buch "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl", und er wies mit den nach ihm benannten Finken auf den Galapagos-Inseln eine Veränderung in ihrem äußeren Erscheinungsbild durch eine Veränderung ihrer Umwelt nach, und diese Evolution - fortschreitende Entwicklung - der Vögel geschah in sehr kurzer Zeit!

Wenige Jahre später veröffentlichte der Mönch Gregor Mendel seine beiden Abhandlungen zum Thema "Versuche mit Pflanzenhybriden". Genau in diese Zeit mit neuen biologischen Kenntnissen fällt in der Fränkischen Alb der Fund eines weitgehend vollständigen Skeletts eines "Urvogels" - mit Resten einer Befiederung - heute im Britischen Museum in London zu bestaunen.

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Vogelkunde - Ruf- und Gesangsimitationen der Vögel

Vogelkunde - Ruf- und Gesangsimitationen der Vögel

Während der Jungenaufzucht lernen die Nestlinge den Gesang und die Rufe der Altvögel, obwohl in ihrer nahen Umgebung so viele weitere Vogellaute anderer Arten zu vernehmen sind. Theoretisch könnte jeder lernfähige Jungvogel alles, was in seiner Nähe akustisch geboten wird, in sein späteres Repertoire übernehmen.

Zu diesem Thema wurden etliche wissenschaftliche Studien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass fast alle Vogelarten über eine Art Gehör-Filter verfügen, der das Erlernen des arteigenen Gesangs ermöglicht, während die akustischen Eindrücke anderer Arten ausgeschlossen bleiben. So kommt es, dass die meisten Geflügelten ausschließlich den arteigenen Gesang erlernen, bei manchen als vererbtes und starres Muster. Es ergibt sich ja auch keine Notwendigkeit, mit artfremden Individuen zu kommunizieren oder gar ihren Gesang in ihr Repertoire zu übernehmen - mit Ausnahmen.

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Vogelkunde - Vögel in Wüsten und trockenen Gebieten

Vogelkunde - Vögel in Wüsten und trockenen Gebieten

Zwanzig Prozent der Erdoberfläche werden von lebensfeindlich-trockenen Arealen bedeckt. Nur wenige Vogelarten haben sich an ein Leben unter diesen Umständen im Verlauf der Evolution angepasst. Dazu gehört auch, mit Wasser in jeder Situation haushälterisch umgehen zu können.

In den steinigen und sandigen Gegenden unserer Erde liegt der jährliche Niederschlag oft unter 250 mm - das sind nur 250 Liter Wasser auf einem Quadratmeter. In Eutin fällt im Vergleich dazu durchschnittlich die dreifache Menge. Besonders dramatisch, aber nicht sehr beisielhaft, sind die Verhältnisse in der chilenischen Atacamawüste : Diese trockenste Wüste unserer Erde zieht sich 1.200 Kilometer entlang der Pazifikküste und hat in den letzten 25 Jahren jährlich nur 0.5 Liter Regen auf den Quadratmeter erhalten - hier wurden in Folge der hohen Trockenheit die vor 7.000 Jahren bestatteten, nunmehr mumifizierten Kinder gefunden.

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