Vogelkunde - Winter unter südlicher Sonne

Vogelkunde - Winter unter südlicher Sonne

Der lyrische Dichter Eugen Roth ( 1895 - 1976 ) weiß : "Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom anderen schreibt - doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten". Aus seiner Feder soll auch die Erkenntnis stammen : "Standvögel bleiben, wo sie sind, Strichvögel wechseln wie der Wind; Zugvögel ziehen nach Afrika und sind oft in vier Tagen da ..."

Nach allen derzeitig vorliegenden Erkenntnissen des Vogelzuges kann man ein Bild eines typischen Langstreckenziehers mit frühem Wegzugtermin im Herbst ( zum Beispiel Mauersegler, Kuckuck oder Grasmücke ) ins zentrale oder südliche Afrika wie folgt zeichnen :

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Vogelkunde - Von Enten, die auf Bäumen brüten

Vogelkunde - Von Enten, die auf Bäumen brüten

Selbst bei klirrender Kälte gehen sie zwischen den Eisschollen des Meeres der Balz nach, ihrem Liebesspiel. Schellenten sind dann sehr gesellig, und es zeigt sich in der Regel ein deutlicher Überschuss an Erpeln - an männlichen Enten. Diese zeigen dabei komplizierte Bewegungen, ein blitzartiges Aufrichten des Kopfes, Körperschütteln, Strecken der Flügel oder Beine, und sie werfen den Kopf ruckartig nach hinten auf den Rücken - unterstrichen durch einen erregten Ruf.

Schellenten zeigen auch noch andere auffällige Verhaltensweisen : Sie brüten - für Schwimmvögel sehr ungewöhnlich - in Baumhöhlen und manchmal auch in "Ulenfluchten", Dachbodenöffnungen für Eulen. Dank der Tätigkeit des Schwarzspechtes oder anderer, sich in der Natur ergebener Zufälligkeiten wie natürliche Asthöhlen nutzt sie die weitaus sichere Höhe als Brutrevier gegenüber einem Nest am Gewässerrand.

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Vogelkunde - Von deutscher und von exotischer Ornithologie

Vogelkunde - Von deutscher und von exotischer Ornithologie

"Keine Klasse des Tierreiches ist heute so gut bekannt wie die ( der ) Vögel", schreibt Prof. Dr. Erwin Stresemann im Vorwort zu seinem Klassiker der Vogelkunde "Die Entwicklung der Ornithologie - von Aristoteles bis zur Gegenwart (1951)".

Stresemann ( 1889 - 1972 ) war ein deutscher Zoologe, Hochschullehrer und einer der bedeutendsten Ornithologen des 20. Jahrhunderts. Er stand in voderster Front der "Deutschen Ornithologischen Gesellschaft" und war einer der Begründer einer neuen Biologie der Vogelkunde. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde Stresemann mit dem "Vaterländischen Verdienstorden der DDR" (1960) geehrt.

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Vogelkunde - Goldammer - eine Diva mit besonderem Gesang

Vogelkunde - Goldammer - eine Diva mit besonderem Gesang

Sie gehören zu den unauslöschbaren Erinnerungen an unbelastete Schulferien auf einem Bauernhof, wenn der Terzianer mit dem Einspänner auf dem von Knicks umsäumten Sandweg zur Koppel fuhr - die sommerlichen Rufe und Gesänge der Goldammer. Bei späteren abendlichen Vogelstimmenkursen lehrte man uns, ihrem Gesang die ähnlich klingenden Worte "wie wie wie wie hab`ich dich lieb" zu geben - wobei das letzte Wort tief und langgezogen beginnt, um dann klangvoll ansteigend zu enden.

Auch den "volksmundlichen" Engländern ist dazu etwas eingefallen : Sie imitieren den Gesang ihres Yellowhammers mit "little bit of bread and no cheese". Etwas derber ist so ein Spruch aus dem Oldenburgischen überliefert, wo man den Goldammergesang mit "ick schiet in`n Buur sien Schün" beschrieb .........

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Vogelkunde - Als die Vögel ihre Zähne verloren......

Vogelkunde - Als die Vögel ihre Zähne verloren......

............und Tauben in der Speiseröhre begannen, Milch zu produzieren; die Geschichte der Entwicklung eines Kropfes bei unseren Vögeln ist interessant und vielschichtig.

Wir kennen die Redewendung "überflüssig sein wie ein Kropf", die ihre Erklärung in einer krankhaften, erheblichen Verdickung der Schilddrüse beim Menschen findet, was vor allen Dingen früher mehr als Schönheitsmakel als ein Krankheitsanzeichen galt. Diese dennoch krankhafte Erscheinung trat vor allen Dingen in den meeresfernen Gebirgslagen aus Gründen des dort herrschenden Jodmangels auf - zum Beispiel im Schwarzwald.

Jene verständliche "Überflüssigkeit" am menschlichen Körper übersetzt der Engländer deutlicher und respektloser mit "to be as useful as a hole in the head" - so nützlich sein wie ein Loch im Kopf......

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