Vogelkunde - James Bond und Loriot - "Nomen est Omen"

Vogelkunde - James Bond und Loriot - "Nomen est Omen"

Wikipedia schlägt uns vor, diesen lateinischen Spruch "Nomen est Omen" mit "der Name ist ein Vorzeichen" zu übersetzen; der Autor würde gerne sagen : "Der Name sagt schon etwas über seinen Träger aus". Am Rande der Vogelkunde gibt es dazu zwei Beispiele, die etwas feuilletonistisch, also unterhaltsam, einzustufen sind. In dem herrlich gelegenen Urlaubsort "Goldeneye" auf Jamaika hatte der britische Schriftsteller Ian Fleming nach einem abenteuerlichen Leben ein endgültiges Zuhause gefunden.

1908 in England geboren, unter anderem während des zweiten Weltkrieges als Spion ihrer Majestät tätig, verfasste er zwölf James BondRomane, die in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt und natürlich verfilmt wurden, bevor er bereits 1964 auf Grund seines ungesunden Vorlebens verstarb. Wie kam es nun zu dem Namen "James Bond" und dem Zusatz 007 ? Jan Fleming war während seines turbulenten Lebens auch ein begeisterter Vogelbeobachter, und er benutzte zur Bestimmung der vielen, in ihrer besonderen Färbung herausragenden Vögel Jamaikas, das bereits 1936 erschienene Buch "Vögel der westindischen Karibik-Inseln", noch heute dort als beliebtes Taschenbuch vom Schreiberling benutzt und empfohlen - der Autor : Ein Mann namens James Bond, auf den Flemings Wahl fiel und der dann mit diesem Namen für den Geheimagenten seiner Bücher herhalten musste. Bond war ein US-amerikanischer Ornithologe, der 1900 in Pensylvania geboren wurde und auch dort 89-jährig starb.

Die fiktive Romangestalt und popkulturelle Ikone James Bond soll im westfälischen Wattenscheid seine Heimat ( gehabt ) haben, in einer Stadt, in der einer der vielen Weggefährten Flemings wohnte. Die Agenten-Cod-Nummer 007 entstammt der Fantasie von Jan Fleming, der ja selbst Agent gewesen war. Mit einem weiteren Beispiel, in dem die Rede von einem namentlichen Vorzeichen ist, beschäftigt sich eine Frage : Wer brachte Loriot auf Loriot ? Der französicher Name für eine unserer schönsten Vogelart, nämlich unseren Pirol, heißt "Loriot d`Europe", deshalb ist der Schauspieler Victor von Bülow bei uns unter seinem Künsternamen Loriot bekannt - nämlich abgeleitet von diesem "Vogel Bülow", so unter Ornithologen wegen seiner lautmalerischen Wiedergabe des Rufes des männlichen Vogels benannt.

Der Schreiberling möchte darüber hinaus Interessierten das Büchlein "Die Namen der Vögel Europas" ( im Aula-Verlag ) empfehlen, in dem er auch den wissenschaftlichen Namen des Papageitauchers gefunden hat : "Fratercula" heißt Brüderchen als Verkleinerung von Bruder, entsprechend dem Ordensbruder, also dem Mönch. Es soll sich um eine Anspielung darauf handeln, dass der Papageitaucher seine Füße beim sogenannten "Mottenflug", den er zum Starten und Landen anwendet, wie zu einem Gebet über Kreuz zusammenfaltet. Und das Wort "Papagei" soll aus dem Arabischen stammen - dort heißt es verständlich, schlicht und ergreifend "babagha".

Foto ( Jürgensen ) : Vogel "Bülow" in voller Pracht Karibisches Vogelbestimmungbuch von James Bond

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