Aggression innerhalb von Vogelgruppen - Konrad Lorenz`Theorie 

Die Arbeiten von Konrad Lorenz, dem österreichischen Nobelpreisträger, einem der ersten führenden Ethologen ( Verhaltensforscher ) über das Aggressionsverhalten von Tieren - hier hauptsächlich bei Gänsen - hatten erheblichen Einfluss auf die folgende Forschung. Die ihm zugeschriebenen "vergleichende Verhaltensforschung" nannte er "Tierpsychologie".

Aus seinen detaillierten Studien schloss er, dass Aggression drei Hauptfunktionen erfüllt - nämlich die räumliche Trennung von Individuen in einem Lebensraum zu erzwingen, die Auslese der stärksten Individuen für die Fortpflanzung durch Rivalitätskämpfe zu erreichen sowie die Verteidigung von Brut und Nachwuchs zu bestehen. Diese Schlussfolgerungen gehen davon aus, dass die Aktivitäten eines Tieres immer auf das Wohl der eigenen Art gerichtet sind und dass es vorteilhaft ist, wenn sich nur die stärksten Individuen fortpflanzen. Lorenz betrachtete Aggression als den primitivsten und kräftigsten Instinkt, der spontan und in nachteiliger Weise ausbrechen kann, wenn er nicht von Zeit zu Zeit auf natürliche Weise abgebaut wird. Um diesen gefährlichen Tendenzen entgegenzuwirken, hat die Evolution - so Lorenz - die sozialen Lebewesen mit aggressionshemmenden Mechanismen und Gesten ausgestattet, die vermeiden, dass sich die Mitglieder einer Gruppe eventuell sogar gegenseitig töten. Zu diesen zählen Demutsgesten, verschiedene Formen der "Freundlichkeit" oder geselligkeitsfördernde Verhaltensweisen wie das Kraulen des Federkleides bei Tauben oder die Fellpflege bei Affen. Je gefährlicher eine Art ist, desto stärker sind andererseits auch die hemmenden Mechanismen entwickelt.

Auf uns Menschen bezogen meinte Lorenz, dass diese Tatsache den sozialen Zusammenhang stärke und zum Ausschluss von Außenseitern führe. Viele Vogelarten zeigen jahreszeitlich auftretende Aggressionsschübe. Sie werden durch den jährlichen Produktionszyklus des männlichen Geschlechtshormons - des Testosterons - ausgelöst. Tatsächlich hat man herausgefunden, dass ranghöhere Tiere innerhalb einer Gruppe einen höheren Testosteronpiegel aufweisen als die rangniederen Artgenossen. Dies erklärt teilweise auch, warum männliche Vögel gewöhnlich aggressiver sind als Weibchen, denn bei ihnen ist der Testosterongehalt im Blut viel geringer als bei den Männchen. Trotzdem sind Weibchen keineswegs passiv und ohne Aggressivität.

Die meisten Vogelarten haben neben der männlichen auch eine weibliche Rangordnung, die sich auch durch Kämpfe gebildet hat. Abgesehen davon, dass Vogelweibchen auch mit Männchen um Futter oder andere Ressourcen konkurrieren, stehen sie bei der Fortpflanzung untereinander in scharfem Wettbewerb - weibliches Aggressionsverhalten ist meist weniger spektakulär als bei Männchen und wird deshalb gerne übersehen - die Konsequenzen daraus sind jedoch häufig nicht weniger weitreichend. Konrad Lorenz erhielt den hochangesehenen Nobelpreis für Medizin oder Physiologie 1973, gemeinsam mit dem niederländischen Zoologen Nikolaas Tinbergen ( "Die Welt der Silbermöwe" ) und dem österreichischen Zoologen Karl Ritter von Frisch ( "Tanzsprache und Orientierung der Bienen" ).

Foto ( Christian Garleff, Hamburg ) : Ein Nachwuchs führender Säbelschnäbler reagiert begründet aggressiv auf die Nähe eines Kranichs

Foto ( Andreas Sprank, Ratekau ) : Ein Brutplatz-Streit zwischen Singschwan und Kranich

Holger Jürgensen

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1991 erhielt die schleswig-holsteinische Hochseeinsel Helgoland neue Einwohner; das erste Brutpaar Basstölpel "verirrte" sich auf den roten Felsen in der Nordsee - wie die Presse damals schrieb.

ears in Egypt

Aufnahmen vom Gelbschnabeltaucher

Liebe Ornis;

möchte Ihnen zu den eindrucksvollen Fotos unseres Herrn Christian Garleff, Hamburg, der in den letzten Dezembertagen 2021 vor Scharbeutz diese vortrefflichen Aufnahmen machen konnte.

Fliegende Räuber können sich keine Misserfolge erlauben

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Aggressionen innerhalb der Vogelgruppen

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Fleisch von Schwänen auf den Festtafeln der Fürsten 

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Komfortverhalten in der Vogelwelt 

Es ist in der Regel kein schöner Anblick, wenn wir des Morgens uns aus den Federn erheben und unseren Körper unter einem letzten und überlauten Gähnen strecken und recken. Man nennt jedoch solche Tätigkeit "Komfortverhalten".

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