Die Welt der Eulenvögel in Schleswig-Holstein

Die gefiederten Jäger der Nacht, die Eulen und Käuze unserer Heimat, werden vergleichsweise selten beobachtet, begründet durch die Tatsache, dass wir Menschen in der Regel tagaktive Lebewesen sind. Es scheint daher angebracht, einmal einen straffen Überblick der in unserer Heimat vorkommenden Kobolde der Nacht zu geben.

Viel Wissen haben in Schleswig-Holstein die Mitglieder des "Landesverbandes Eulen-Schutz" zusammengetragen, und sie haben sich um diese Vogelarten verdient gemacht. Aktuelle Zahlen stammen weitgehend aus der Arbeit dieser Naturfreunde. Unsere größte Eule, der Uhu, wurde im 19. Jahrhundert weitgehend als Konkurrent der Jagd ausgerottet. Zwei Landesminister traten fast zeitgleich in den 1980-er Jahren in der Folge als Schutzpatrone für zwei Großvogelarten in Erscheinung, der Umwelt- und Landwirtschaftsminister Günter Flessner für den Seeadler und der Finanzminister Roger Asmussen für den Uhu - Letzterer wurde in einem zwanzigjährigen Ansiedlungsprogramm wieder schleswig-holsteinischer Brutvogel. Die zeitnah zur Verfügung stehenden Zahlen weisen auf 130 gemeldete Brutpaare hin, der reale Bestand wird jedoch im zweiten Brutvogelatlas auf 400 Paare geschätzt.

Auf Grund dieser Zunahme breiten sich Uhus auch wieder in unseren Nachbargebieten Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und nach Dänemark aus. Eine ehrenamtlich tätige Arbeitsgruppe erstellt und betreut in unserem Bundesland fast 2.500 Nistkästen für die Schleiereule, deren zahlenmäßiges Vorkommen jährlichen Schwankungen unterworfen ist. Man spricht dabei ursächlich von Feldmaus- Gradationen, die in Abhängigkeit von nassem oder trockenem Grünland die Hauptbeute dieser Eule beeinflusst und damit auch ihre jährliche Nachkommenschaft. Das wird besonders deutlich, wenn im Jahre 2001 über 4.000 Jungvögel ausgeflogen sind, während man im Jahr 2018 "nur" 660 flügge Schleiereulen gezählt hat.

Das Hauptvorkommen dieses hübschen Nachtjägers liegt an der Westküste Schleswig-Holsteins mit ihrem hohen Grünlandanteil. Schwerpunkt des Vorkommens des Rauhfusskauzes, einer besonderen Rarität in unserem Bundesland, liegt im Bereich des Segeberger Forstes und im Lauenburgischen. Diese nur 25 Zentimeter kleine Eule ist bei uns nur in dem Kundigen bekannten Regionen sogar tagsüber zur Balzzeit zu hören; in den letzten Jahren wird jedoch von keiner erfolgreichen Brut mehr berichtet. Trotz spezieller Nistkästen in Steinkauz-gerechten Naturräumen ist die Zahl dieser Eule bei uns rückläufig; ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Dithmarschen sowie in der Störniederung und wird dort mit 130 bis 140 Brutpaaren angegeben.

Eine ganz besondere "Kostbarkeit" unter unseren Eulen und Käuzen ist der nur sperlings-große/kleine Sperlingskauz, der bei uns seine besonders seltenen Reviere nördlich und östlich von Hamburg hat, in von Fichten und Kiefern bestehenden Nadelwäldern, in denen Buntspechthöhlen für seine Brut zur Verfügung stehen. Der Waldkauz kommt bei uns in zwei Färbungen ( Morphen ) vor - in einem rotbraunen sowie in dem häufigeren graubraunen Federkleid. Er brütet in Wäldern und Parks und benötigt dazu größe Baumhöhlungen, besonders in alten Eichen. Den Schlusspunkt der Aufzählung unserer Eulen und Käuze setzen zwei Ohreulenarten, die Wald- und die Sumpfohreule. Erstere ist wohl der am häufigsten beobachtete Nachtgreif, wenn er gesellig seinen Tag-Schlafplatz einnimmt oder Kleinvögel sein Versteck durch Hassen und Lärmen verraten. Sie ist unsere häufigste Eule, wenn man im zweiten Brutvogelatlas unseres Landes 1.850 Brutpaare annimmt.

Eine auch am Tage jagende Eule ist die Sumpfohreule, die damit sozusagen aus der Art schlägt. Sie ist Brutvogel der Grünlandgebiete der Westküste und der Eider-Treene-Sorge-Niederung sowie vereinzelt in ausgewiesenen Naturschutzgebieten der Ostküste. Auffallend ist ihr herbstlicher Durchzug aus Skandinavien. Sie alle, die großen und kleinen Jäger der Nacht, sind in ihrem Bestand gefährdet - es fehlen ihnen ausreichend geeignete Brutplätze sowie Großinsekten als Nahrung.

Fotos ( Autor ) : Kräftiges Uhu-Weibchen in einer Auswilderungs-Voliere

Holger Jürgensen

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1991 erhielt die schleswig-holsteinische Hochseeinsel Helgoland neue Einwohner; das erste Brutpaar Basstölpel "verirrte" sich auf den roten Felsen in der Nordsee - wie die Presse damals schrieb.

ears in Egypt

Aufnahmen vom Gelbschnabeltaucher

Liebe Ornis;

möchte Ihnen zu den eindrucksvollen Fotos unseres Herrn Christian Garleff, Hamburg, der in den letzten Dezembertagen 2021 vor Scharbeutz diese vortrefflichen Aufnahmen machen konnte.

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Komfortverhalten in der Vogelwelt 

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