Wie finden Brieftauben ihren Heimatschlag wieder ?

Ein Freund der "Arbeitsgruppe Vogelschutz" in Eutin fand im Stadtgebiet eine verendete Straßentaube - man kann auch von einer Brieftaube sprechen -, die beringt war, und er löste diese Kennzeichnung. Der Vogel schien also einen Besitzer zu haben, der recherchiert werden konnte;

leider ging der an sich wertlose Taubenring auf dem Wege zu seinem Besitzer verloren, da ein Dieb auf dem postalischen Weg das Objekt im Brief ertasten konnte und diesen in Erwartung eines besonderen Wertes entwendete. Dessen ungeachtet tat sich um diesen Vorgang die Frage auf, wie das Heimfindevermögen im Wettkampf der Züchter aufgelassener Brieftauben "funktioniert" und wie sie sich orientieren können. Wir erinnerten uns ebenfalls an ihren Einsatz im ersten Weltkrieg, in dem Brieftauben nach entsprechender Vorbereitung ihres Standortes zum Transport von heimlichen Nachrichten verwendet wurden, die sich in Kapseln an ihren Füßen befanden - darüber hinaus trugen einige Miniaturkameras für Luftaufnahmen von feindlichen Schützengräben. Um das Navigationsvermögen von Vögeln zu erforschen, haben Wissenschaftler vor allem Versuche mit ( Brief- ) Tauben unternommen, die man in entfernten Gebieten aussetzte. Man kann diese Vögel weit entfernt von ihren Schägen in jede Himmelsrichtung verfrachten, von wo aus sie sicher wieder zurückfinden. Wie Zugvögel scheinen sich auch Tauben nach "Kompass und Karte" zu orientieren. Im Vordergrund steht die Sonnennavigation, wobei die Vögel den veränderten Sonnenstand im Tagesverlauf entsprechend berücksichtigen - seit altersher den Seefahrern gleich.

Falls die Sonne bei bewölktem Himmel nicht mehr sichtbar ist, schalten Tauben auf Magnetorientierung um. Und wie hat man das festgestellt ? Der Versuch beginnt damit, dass der Taube eine Drahtspule um den Hals gelegt wird und diese mit Schwachstrom speist. Damit verändert man für den Vogel die "Signale" des Erdmagnetfeldes und auch seine Polarität. Lässt man nun eine Taube bei bewölktem Himmel unter dem Einfluss des natürlichen magnetischen Feldes fliegen, findet sie ohne weiteres den Weg zurück zum Schlag. Bei einem umgekehrten Magnetfeld fliegt sie jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung. Bei sonnigem Wetter aber haben die gleichen Magnetspulen kaum einen Einfluss. Wie Tauben die geographische Lage des Auflassungsortes bestimmen und dann die Zugrichtung zum Schlag ermitteln, ist noch weitgehend ungeklärt. In der Nähe ihrer Schläge orientieren sie sich zweifellos an bekannten Landmarken der Umgebung. Wenn sich Tauben aus weiterer Entfernung ihrem Schlag nähern und bekannte Gebiete erreichen, ändern sie häufig plötzlich die Richtung und fliegen direkt den Schlag an.

Da Tauben aber auch aus unbekannter Gegend heimfinden, spielt die Vertrautheit erst auf dem letzten Streckenabschnitt eine Rolle. Eine weitere Theorie wurde erwogen, dass sich Tauben an bestimmten Gerüchen orientieren können. Dazu müsste eine Taube in ihrem Schlag die Gerüche identifizieren können, die der Wind aus allen Richtungen heranträgt. An einem fremden Ort aufgelassen, würde sie diesen Geruch erkennen und sich an die Windrichtung erinnern müssen, aus der dieser Geruch in den Schlag getragen wurde. Nun könnte der Vogel die Richtung bestimmen, in der der Heimatschlag liegen muss. Ferner könnte er die Gerüche auf dem Transport zum Auflassungsort speichern und anhand dieser geruchlichen Landkarte wieder zum Heimatort zurückfinden. Das sind Überlegungen im Konjunktiv, denn Tauben, die betäubt wurden und während dieser Zeit zweifelsfrei keine Gerüche wahrnehmen und speichern konnten, zeigten später am Auflassungsort ein völlig normales Orientierungsverhalten - die Geruchstheorie ist daher sehr umstritten.

Foto ( Chr. Garleff, Hamburg ) : Brieftauben als Gäste in einem Garten

Holger Jürgensen

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ears in Egypt

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Liebe Ornis;

möchte Ihnen zu den eindrucksvollen Fotos unseres Herrn Christian Garleff, Hamburg, der in den letzten Dezembertagen 2021 vor Scharbeutz diese vortrefflichen Aufnahmen machen konnte.

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