Vogelkunde - Raubmöwen, elegante Schmarotzer der Meere

Vogelkunde - Raubmöwen, elegante Schmarotzer der Meere

Die großen Silber- und die etwas seltener auftretenden Mantelmöwen in unseren Häfen und an der Küste benötigen nach ihrer Geburt vier Jahre, um geschlechtsreif zu werden und damit ihr endgültiges Prachtkleid zu tragen. Der Übergang in dieses Brutkleid aus mehr oder weniger schlicht braun gefärbten Federn des Jungvogels in das endgültige silberne, weiße und schwarz abgesetzte des Altvogels führt manchmal zu abenteuerlichen Artbestimmungen. Oft ist dann von Raubmöwen die Rede.

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Vogelkunde: „...sie sehen aus, als ob sie Emma hießen“

Vogelkunde: „...sie sehen aus, als ob sie Emma hießen“

Der Dichter und z. T. komische Lyriker Christian Morgenstern ( 1871 – 1914 ) war wohl sicherlich nur lächelnd der Meinung, als er in seinem „Möwenlied“ über das Erscheinungsbild unserer Möwen von „Emmas“ sprach. Andererseits lesen wir heute seine Reime mit positiven Gedanken, die den Schrotschuss auf diese Vogelarten – was zu seiner Zeit in den Meereskur- und urlaubsorten aus sportlichen Gründen gang und gäbe war - ablehnen und die Fütterung mit „ Roggenbrot und Zibeben“ vorziehen – Zibeben sind getrocknete Weinbeeren, eine rötliche Rosinenart.

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Vogelkunde: Silbermöwen muss man im Auge behalten

Vogelkunde: Silbermöwen muss man im Auge behalten

Der eigentliche Speiseplan der Silbermöwe, unserem Charaktervogel der Küsten und besonders der Nordsee, ist „darüberhinaus“ sehr abwechslungsreich; sie ernährt sich von Würmern, Insekten, Weichtieren, Krebsen und leider auch von Vogeleiern und -küken. Sie fängt auch Fische, stiehlt sie von Fischerbooten oder nutzt den über Bord gehenden Beifang. Mülldeponien sind ein wahres Schlaraffenland für sie, da es hier jede Menge verfügbare Nahrung gibt, die einfach nur „aufgesammelt“ werden muss. Seitdem jedoch viele Deponien geschlossen oder sehr schnell nach der Befüllung mit Boden abgedeckt werden, sollen die Winterbestände der Silbermöwe um die Hälfte zurückgegangen sein.

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Der Harem des Fasans und andere Familienformen

Der Harem des Fasans und andere Familienformen

Unter unseren mitteleuropäischen Vögeln gibt es nur wenige Arten, bei denen sich ein Männchen mit mehr als einem Weibchen paart. Treffende Beispiele sind der Fasanenhahn, der sich einen Harem von bis zu einem halben Dutzend Hennen hält, und natürlich unser Haushahn. In beiden Fällen nistet jede Henne nach der Begattung für sich alleine. Zaunkönige nehmen ein oder auch mehrere Weibchen. In Gegenden mit einem reichlichen Nahrungsangebot, etwa an einem Waldrand, neigen die Winzlinge zur Vielehe und in kargen Biotopen eher zur Einehe.

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Vogelkunde: Zeit zum Säubern der Nistkästen

Vogelkunde: Zeit zum Säubern der Nistkästen

Die staatliche Kunsthalle in Karlsruhe zeigt ein Bild des Niederländers Joos van Craesbeek, das den Titel „Die Versuchung des heiligen Antonius“ trägt. Das Werk zeigt im Hintergrund, was seit dem 16. Jahrhundert in den Niederlanden und in Norddeutschland häufig anzufinden war : Irdene, sogenannte Starentöpfe mit einem Entnahmeloch für die wohlschmeckenden Jungvögel. Diese ersten „Nisthilfen“ wurden auf der Rückseite von Hauswänden oder an Bäumen aufgehängt.

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