Vogelkunde: Zuflucht Zoo ?

Vogelkunde: Zuflucht Zoo ?

Wenn heute ernsthafte Artenschützer freilebende Tiere einfangen und sie in Menschenobhut halten, wollen sie diese vor dem sonst unvermeidlichen Aussterben bewahren. In Sachen Vogelwelt sind wohl der Kalifornische Kondor in den USA sowie der Bartgeier in den Alpen und Pyrenäen die bisher bedeutendsten positiven Beispiele hierfür. Bei einigen Vogelarten lässt sich schon mit etwas Geschick die Zahl der Nachkommen erstaunlich steigern; so hat man die amerikanische Brautente vom Rande eines vermeintlichen Aussterbens zur vorletzten Jahrhundertwende nunmehr auf einen Stand gebracht, der heute eine jährliche Jagdstrecke von 750 000 Kreaturen möglich macht.

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Vogelkunde - Bonaparte – Kaiserneffe und Vogelkundler

Vogelkunde - Bonaparte – Kaiserneffe und Vogelkundler

Vögel erhalten neben ihrem deutschen Namen nach Art und Typ auch wissenschaftliche Bezeichnungen, gefolgt von wichtigen Autoren, die diesen Vogel zuerst entdeckt, benannt oder beschrieben haben. Eine individuelle Variante des Fichtenkreuzschnabels wird mit „loxia rubrifasciata Bonaparte & Schlegel, 1850“ anlässlich unserer Recherche genannt, und dies ließ uns interessiert aufhorchen. Wer war dieser Bonaparte ? Im Herbst 1803 wusste man in den Pariser Kaffeehäusern von einen neuen Skandal zu klatschen. Hatte doch der Bruder des auf Lebenszeit gewählten Konsuls Napoleon eine Dame geheiratet, die bereits mit einem „Wechselmakler“ rechtlich verbunden war. Abgesehen von dem Ärger entspross dieser Verbindung ein Junge, der bei der Taufe die Namen Charles Lucien Jules Laurent erhielt und nun auch de jure ein Bonaparte sowie damit ein Neffe des großen Korsen geworden war.

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Vogelkunde: Fishing for litter – die symbolische Aktion des Müllfischens

Vogelkunde: Fishing for litter – die symbolische Aktion des Müllfischens

Besorgte Wissenschaftler schätzen den in den Ozeanen treibenden Abfall auf unvorstellbare 140 Millionen Tonnen, und es kommen jährlich 10 Millionen Tonnen hinzu – die der Menge der in Deutschland in drei Jahren produziertem Müll entsprechen. Der Großteil besteht aus Kunststoff, der bis zu 600 Jahre benötigt, um durch Wellen, Salzwasser und das UV-Licht in kleinere Teile zu zerfallen. Der auf dem roten Felsen Helgolands brütende Eissturmvogel kann als Indikator für die Verschmutzung auch der Nordsee dienen. Er fischt sein Futter von der Wasseroberfläche auf und kann dabei zwischen einer natürlichen Nahrung und menschlichem Unrat nicht unterscheiden.

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Vogelkunde – Reaktion der Vögel auf den Klimawandel

Vogelkunde – Reaktion der Vögel auf den Klimawandel

Eigene Aufzeichnungen der Niederschläge im abgelaufenen Jahr lagen mit 728 Litern je Quadratmeter in Ostholsteins Kreisstadt im Bereich des langjährigen Mittels von 775 Litern. Auf die Frage, ob ein so warmes Jahr auf den Klimawandel hindeute, lassen die Meteorologen die Zahlen für sich sprechen : Allein in 2014 gäbe es vier Monate, in denen die Abweichung vom normalen Mittel drei Grad betrüge, dagegen habe es in den letzten zehn Jahren nur zwei Monate gegeben, die eine gleiche Abweichung aufweise. Die Klimazonen hätten sich im Verlaufe des 20. Jahrhunderts bis zu 100 Kilometer nach Norden verschoben. Sollte es da nicht auch Auswirkungen auf die Tierwelt und ihre Reaktionen geben?

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Vogelkunde – Bergfinken lieben Bucheckern

Vogelkunde – Bergfinken lieben Bucheckern

Schleswig-Holstein kennt diesen bunten Finkenvogel ganz besonders aus winterlichen Masseneinflügen. Anlässlich unserer Zugbeobachtungen in Falsterbo, dem südlichsten Zipfel des schwedischen Schonens, wo im Herbst des vergangenen Jahres ( 2013 )  von August bis in den November hinein mehr als drei Millionen Vögel der unterschiedlichsten Arten durchzogen, sind gemeinschaftliche Trupps aus Buch- und Bergfinken die zahlreichsten Individuen. Im gleichen Zeitraum zogen über eine Million dieser Finken durch diesen „Flaschenhals des Vogelzuges“, die gemeinsam gezählt werden, da in der Menge der geflügelten Tiere die zahlenmäßige Trennung auch den Fachleuten schwer fallen würde. Auch über Fehmarn können an guten Zugtagen bis zu zwanzig Tausend Berg- und Buchfinken aus dem Falsterbo-Bereich einfliegen.

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