Vor ungefähr 4.000 Jahren hat der Mensch die ehemals afrikanische Katzenart Felis lybica domestiziert. Unsere Beziehung zu dem nach wie vor zur Verwilderung neigenden Begleiter des Menschen hat sich im Verlaufe der Jahrhunderte gewandelt.

Von den Ägyptern wurde die Katze als Gottheit verehrt, und die Griechen der Antike richteten sogar all jene hin, die eine Katze töteten. Im Mittelalter jedoch wurden sie als teuflische Wesen angesehen und mit den Hexen verbrannt. Heutzutage spielen Katzen als Haustiere eine große Rolle und sind in der Regel ein schnell vernachlässigtes Schmusetier. Ihre Zahl in den deutschen Haushalten ist wohl nur zu schätzen, und ein großer Teil von ihnen überlebt auch ohne ihre Besitzer. In vielen Fällen haben sich diese Haus(!)tiere an ein halb-wildes Leben gewöhnt und angepasst – oft mit den tödlichen Folgen für die Vogelwelt und andere Wildtierarten.

Aus der Sicht des Naturschutzes ist die Aufhebung der früheren Verordnung über eine Katzenhaltung in der genannten, kritischen Jahreszeit zu beklagen, und sie ist in einen „egoistischen Katzenschutz“ geändert worden – wie uns ein Tierarzt zutreffend kommentiert.

Die Vogelschutzgruppe Eutin – Bad Malente e.V. ( VSG ) wendet sich nicht zum ersten Male an die Katzenhalter, ihre Tiere in geeigneter Form zu beaufsichtigen und sie ausreichend zu füttern. In den vielen nachbarlichen Auseinandersetzungen spielen Argumente, wie : „Katzen gehen eben nun `mal
gerne auf den Strich“, oder : „Ich bin nicht immer zu Hause“, eine große Rolle, die aber nur die Verantwortungslosigkeit für Haustier und Natur wiederspiegeln.

Holger Jürgensen

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