Vogelkunde - Vom "Entenheinrich" zum Zoodirektor

Vogelkunde - Vom "Entenheinrich" zum Zoodirektor

Das moderne Wissen um die Ornithologie ist von Jahrhundert zu Jahrhundert und von bedeutenden Männern und Frauen zu ihren Nachfolgern fortgeschrieben worden und dabei gewachsen. Jeder ernsthafte Vogelbeobachter, dessen derzeitiges Wissen wir den Generationen vor uns verdanken, sollte sich daher einmal mit dem meist sehr interessanten Leben solcher Wissenschaftler beschäftigen.

Der Arzt Oskar Heinroth ist so ein interessanter Forscher, der 1871 geboren und 74 Jahre alt wurde. Er entstammte einer Musiker- und Gelehrtenfamilie in der Nähe von Mainz. Schon sehr früh traten seine besonderen Anlagen zutage. Nach einer Pockenerkrankung im Säuglingsalter verblieben schwere Seheinschränkungen, so dass er diesem Umstand offenkundig sein geschultes Gehör verdankte. Seine ersten Gehversuche soll Heinroth im Hühnerstall gemacht haben, wo er mit drei oder vier Jahren die einzelnen Hennen an ihren Stimmen erkennen konnte. Die Vorschulzeit verbrachte er gerne - oft gegen den Willen der Eltern - mit der Beobachtung der Verhaltensweisen junger Enten und Gänse, was wohl in der Schule zu seinem Spitznamen "Entenheinrich" geführt hat.

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