Vogelkunde - Nobelpreisträger zwischen „dummen“ Gänsen

Vogelkunde - Nobelpreisträger zwischen „dummen“ Gänsen

Selma Lagerlöf hat in ihrem Buch „Die wunderbare Reise des Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ eine intelligente, weise, ja weitsichtige Gans beschrieben, die in dieser Kindergeschichte der Weltliteratur in Gestalt der Führerin eines Vogeltrupps eine bedeutende Rolle spielt. Dieses Buch prägte auch einen kleinen österreichischen Jungen, der später als Nobelpreisträger Konrad Lorenz ( 1903 – 1989 ) bekannt wurde.

Lorenz studierte und beschrieb als erwachsener Forscher die Prägung der jungen Gänse auf andere lebende Erstbegegnungen, und er fand heraus, dass Gänse - und etwas geringer auch Enten - in einer ganz bestimmten Anfangsphase ihres Lebens das jeweilige lebende Wesen als ihre Mutter akzeptieren und sich nur von ihr führen lassen. Sie prägen sich Bild und Verhalten ein, die auch durch spätere Frustrationen nicht gelöscht werden – Männerbilder und männliche Verhaltensweisen sind dabei kein Thema, da beide Vogelgruppen ihren Nachwuchs nur „matriarchalisch“ betreuen.

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