Vogelkunde - Der kardinalsrote Gimpel, der auch Dompfaff heißt

Vogelkunde - Der kardinalsrote Gimpel, der auch Dompfaff heißt

Im deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm steht wörtlich, dass "der Gimpel im Volke als ein minderer Vogel gilt, und er wird unter den Vögeln niederer Klasse aufgeführt - er ist plump und einfältig". So geht es oft im Leben : Da ist man - zumindest als Männchen - farblich prächtig ausgestattet, und schon gibt es dazu abfällige Bemerkungen.

Der ebenfalls gebräuchliche Name Dompfaff bezieht sich auf die leuchtend rote Farbe der Talare der Domprälaten. Der etwas abfällig klingende Wortteil "Pfaff" ist wohl eine Anspielung auf die korpulente Gestalt des Vogels und jener Geistlichen. Die wiederum mussten sich umgekehrt den Spottnamen "Gimpel" gefallen lassen, besonders dann, wenn sie "den Reichen Mäßigung predigten und selbst die Fülle des Lebens mit ihrer Leibesfülle zur Schau trugen".

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