Seit vielen Jahren erfreut Holger Jürgensen die Leserinnen und Leser des Ostholsteiner Anzeiger mit seiner ornithologischen Kollumne "Vogelkunde AKTUELL". Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen seiner neusten Beiträge über die spannende Welt der Vogelkunde.

Vogelkunde - "... ich habe einen Vogel gefunden!" Was tun? Fragen Sie den Fachmann!

Vogelkunde -  "... ich habe einen Vogel gefunden!" Was tun? Fragen Sie den Fachmann!

Wenn man einen eventuell verletzten oder sich anderweitig auffällig zeigenden Vogel vor sich sitzen oder liegen hat, sei es passiv nach einer Kollision mit einem Fahrzeug oder aktiv durch einen Scheibenanflug lädiert, sollte man umgehend fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Tierärzte mit ihren speziellen Kenntnissen wären so eine Anlaufstation, die in der Regel Vögel aus der Natur kostenfrei behandeln werden.

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Vogelkunde - Der Verlust an Genen - Ursache des Artensterbens?

Vogelkunde - Der Verlust an Genen - Ursache des Artensterbens?

1859 erschien Charles Darwins Buch "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl", und er wies mit den nach ihm benannten Finken auf den Galapagos-Inseln eine Veränderung in ihrem äußeren Erscheinungsbild durch eine Veränderung ihrer Umwelt nach, und diese Evolution - fortschreitende Entwicklung - der Vögel geschah in sehr kurzer Zeit!

Wenige Jahre später veröffentlichte der Mönch Gregor Mendel seine beiden Abhandlungen zum Thema "Versuche mit Pflanzenhybriden". Genau in diese Zeit mit neuen biologischen Kenntnissen fällt in der Fränkischen Alb der Fund eines weitgehend vollständigen Skeletts eines "Urvogels" - mit Resten einer Befiederung - heute im Britischen Museum in London zu bestaunen.

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Vogelkunde - Ruf- und Gesangsimitationen der Vögel

Vogelkunde - Ruf- und Gesangsimitationen der Vögel

Während der Jungenaufzucht lernen die Nestlinge den Gesang und die Rufe der Altvögel, obwohl in ihrer nahen Umgebung so viele weitere Vogellaute anderer Arten zu vernehmen sind. Theoretisch könnte jeder lernfähige Jungvogel alles, was in seiner Nähe akustisch geboten wird, in sein späteres Repertoire übernehmen.

Zu diesem Thema wurden etliche wissenschaftliche Studien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass fast alle Vogelarten über eine Art Gehör-Filter verfügen, der das Erlernen des arteigenen Gesangs ermöglicht, während die akustischen Eindrücke anderer Arten ausgeschlossen bleiben. So kommt es, dass die meisten Geflügelten ausschließlich den arteigenen Gesang erlernen, bei manchen als vererbtes und starres Muster. Es ergibt sich ja auch keine Notwendigkeit, mit artfremden Individuen zu kommunizieren oder gar ihren Gesang in ihr Repertoire zu übernehmen - mit Ausnahmen.

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Vogelkunde - Vögel in Wüsten und trockenen Gebieten

Vogelkunde - Vögel in Wüsten und trockenen Gebieten

Zwanzig Prozent der Erdoberfläche werden von lebensfeindlich-trockenen Arealen bedeckt. Nur wenige Vogelarten haben sich an ein Leben unter diesen Umständen im Verlauf der Evolution angepasst. Dazu gehört auch, mit Wasser in jeder Situation haushälterisch umgehen zu können.

In den steinigen und sandigen Gegenden unserer Erde liegt der jährliche Niederschlag oft unter 250 mm - das sind nur 250 Liter Wasser auf einem Quadratmeter. In Eutin fällt im Vergleich dazu durchschnittlich die dreifache Menge. Besonders dramatisch, aber nicht sehr beisielhaft, sind die Verhältnisse in der chilenischen Atacamawüste : Diese trockenste Wüste unserer Erde zieht sich 1.200 Kilometer entlang der Pazifikküste und hat in den letzten 25 Jahren jährlich nur 0.5 Liter Regen auf den Quadratmeter erhalten - hier wurden in Folge der hohen Trockenheit die vor 7.000 Jahren bestatteten, nunmehr mumifizierten Kinder gefunden.

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Vogelkunde - Vom Fliegen der Vögel

Vogelkunde - Vom Fliegen der Vögel

Der Pionier der Luftfahrt, Otto Lilienthal, hat den Vogelflug genau beobachtet. Er konnte dennoch die Technik der Vögel nicht vollkommen in seine Anwendungen umsetzen und zahlte dafür mit seinem Tod. Vögel schlagen bekanntlich mit den Flügeln, und zwar nicht nur einfach auf und ab, sondern sie drehen diese bei der Aufwärtsbewegung nach oben, bei der Abwärtsbewegung nach unten. Mit dieser Drehung gelingt es ihnen, ohne großen Energieaufwand ihren Vortrieb beim Flug zu steigern.

Die Erkennung eines Vogels hoch am Himmel oder im Gegenlicht anhand des Flugbildes ist nicht leicht und setzt gute Kenntnisse über die Silhoulette und die Flugkennzeichen voraus.

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