Das Ehrenmitglied der Vogelschutzgruppe Eutin - Bad Malente e.V. ( VSG ), Frau Traute Saggau,  führte 32 Jahre die Chronik der Eutiner Hobbyornithologen und hat nunmehr mit fast 93 Jahren aus gesundheitlichen Gründen beschlossen, die vielen geschichtlichen Aufzeichnungen der Eutiner Landesbibliothek zu übergeben. Hier stehen sie der Allgemeinheit zur Verfügung und können von jedermann im Lesesaal der Einrichtung eingesehen werden.


Foto : Frau Saggau beim Empfang anlässlich Ihres 90 Geburtstages in Anwesenheit von Herrn Bürgermeister Michael Koch und dem VSG-Vorsitzenden Holger Jürgensen.

Zur gleichen Zeit erhielt der VSG-Vorsitzende eine Sammlung von Aufzeichnungen, die nach den jährlich vier bis acht Abendwanderungen der VSG durch Frau Saggau erstellt wurde und einer Zusammenfassung der jeweils zu Frühjahrszeiten beobachteten Vogelarten enthält. Die Listen wurden seit 1989 sauber geführt und zeigen die ganze Vielfalt der Avifauna im Bereich von Eutin und Bad Malente, die bis vor wenigen Jahren unter der Führung des zweiten Ehrenmitgliedes der VSG, Herrn Manfred Borck, durchgeführt wurden.

In jedem Frühjahr starteten und starten auch weiterhin die ein- bis zweistündigen Abendwanderungen, führen zum Kleinen Eutiner See, an das Südufer des Großen Eutiner Sees, in das Bergengehölz, an die Seen der Umgebung in Klenzau, Neversfelde und Dodau, an den Vogelsberg, das Kellerseeufer oder in den Kurpark Bad Malente.

Im Juni des Jahres 1997 sowie im April 2000 mussten die als Spaziergänge ausgelegten Wanderungen wegen Regens abgebrochen werden, was auch akribisch notiert wurde. Ende April 2004 muss es auch sehr ungemütlich gewesen sein, da sich nur 14 unterschiedliche Vogelarten zeigten, was die zehn Teilnehmer sehr frustriert haben muss. Im Durchschnitt fanden sich zehn bis zwanzig Naturfreunde ein, um zwischen 10 und 51 gefiederte Arten zu verhören, zu beobachten und zu bestimmen.

In allen Berichten wurde die Amsel als gesehen notiert, die Mönchsgrasmücke, der Fitis und der Zilpzalp, die Kohlmeise, die Ringeltaube; Zaunkönig, Buchfink und Rotkehlchen folgten. Als Besonderheit ist der Sprosser am Kleinen Eutiner See genannt, ebenfalls der Trauerschnäpper, die seltenen Arten Feld- und Schlagschwirl sowie auf den Friedhöfen der Girlitz.